Wildwasserwoche des KVBW 2020

 

 

Vom 01.08.2020 bis zum 08.08.2020 fand im August die alljährliche Wildwasserwoche des Kanuverbandes Baden-Württemberg in Südfrankreich statt. Wie jedes Jahr war der Campingplatz an der Durance in Eyglieres Schauplatz der Freizeitwoche. Da die Freizeit dieses Jahr aufgrund der aktuellen Situation unter bestimmten Auflagen stand und diese erfüllt werden mussten, durften nur 99 Teilnehmer an der Freizeit teilnehmen. Auch mussten während den Besprechungen der Übungsleiter Masken getragen werden und der Mindestabstand sollte, soweit möglich, eingehalten werden. Deshalb fielen auch wildwasserspezifische Übungen wie Erste-Hilfe bzw. spezielle Rettungsübungen wie, die sogenannte Springersicherung aus, da hier der Mindestabstand unter den Teilnehmern nicht gewahrt werden konnte.  


Allerdings ließen sich die Teilnehmer sowie die angereisten Übungsleiter die Laune und den Spaß am Paddeln nicht nehmen. Die Teilnehmer gaben im Rahmen ihrer Anmeldung an, welchen Flussschwierigkeitsgrad sie paddeln wollten. Anhand dieser Angaben wurden dann die verschiedenen Teilnehmergruppen aufgeteilt. Jede Gruppe wurde von ein oder zwei Übungsleiter betreut. 
Zu Anfang wurden alle Teilnehmer durch den Organisator, Felix Hunzinger, begrüßt. Hier wurden die Teilnehmer den Übungsleitern zugewiesen. Nachdem die Begrüßung vorbei war, fanden sich die Teilnehmer und deren Gruppenleiter in den Gruppen zusammen, um sich gegenseitig vorzustellen und Wünsche an die Wildwasserwoche zu erfahren. Auch mussten eventuelle Allergien bzw. Krankheiten der Teilnehmer erfragt werden, um richtig zu reagieren, wenn es auf dem Fluss oder in unwegsamen Geländen zu einem medizinischen Notfall kommen sollte. 


Am 02.08.2020 ging es dann endlich los mit dem Wassersport. Zunächst allerdings eher gemütlich, um herauszufinden ob die Gruppe harmoniert und ob die Teilnehmer den Anforderungen der Gruppe sowie der des Flusses entsprechen. Nach dem Paddeln trafen sich die Übungsleiter in kleinem Kreis wieder, um den Tag revue passieren zulassen. In der Besprechung wurden Erfahrungen ausgetauscht veränderte Flussläufe besprochen und Teilnehmer, die gerne einen Wildwassergrad auf oder absteigen würden getauscht. Eine solche Besprechung fand jeden Abend statt. Manch ein Übungsleiter verfasste seinen Tag in Versform und dichtete ein kurzes Gedicht: 


„Am oberen Slalom sind wir heut gewesen, es ging da sehr um Wasserlesen. Den meisten hat das sehr getaugt, doch war’n sie etwas ausgelaugt. Im Anschluss ging es zum Fournel, da verflog der letzte Frust sehr schnell. Es flogen auch die Boote nieder, manche Stufen immer wieder. Morgen geht’s dann auf den Guil, weil ich das so will. Von den Schleierfällen bis zum See, wird das ganz okay.“


„Heut wird mein Bericht eher kurz. Ob’s gefällt dass is mir schnurz. Gefahren auf dem Gyrenbach, trifft man schnell und ist man nicht wach. Den Ast quer durch die Brust, macht es manchmal schnell bewusst. Auch schwimmen geht, ich nenn es Laufen, einer wird n neuen Wurfsack kaufen. Krach, Bumm, Bäng so ging es runter, doch blieben alle munter. Und morgen gehen wir all‘ auf den Royal.“ 

 

 


Am Mittwoch ist standesgemäß der Paddelfreie-Tag. Jeder Teilnehmer der Wildwasserwoche verbringt den Tag so wie er möchte. Entweder auf dem Klettersteig, dem Fahrrad oder einfach in der Hängematte. Donnerstag, Freitag und Samstag wurde dann wieder gepaddelt. Am Samstag, während der großen Abschlussbesprechung, konnte Kritik an den Übungsleitern und der Organisation geäußert werden. Alle Teilnehmer empfanden die Wildwasserwoche als äußerst spannend und gut organisiert. Während der Abschlussbesprechung wurde auf eine online Petition aufmerksam gemacht, die sich mit dem Umbau von sogenannten Kastenwehren befasst. Diese Petition ist auf der Internetseite www.sicherheit-beim-kanusport.de zu finden und kann dort auch unterschrieben werden. 


Alles in Allem war die Wildwasserwoche sehr humorvoll und erfolgreich. Nächstes Jahr findet die Wildwasserwoche wieder statt. Aber hoffentlich ohne Corona.     

 

 

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