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Paddelkunde

 

 

 

 

 

 

 

 


symetrisches Paddel


asymetrisches Paddel

 

 

 

 

Wann ist ein Paddel gut?

Nach einigen Fragen in letzter Zeit gibt es hieri einige generelle Infos zu Paddeln:

Grundsätzlich gilt wie in fast allen Bereichen des Sportler-Lebens:

- Was teuer ist, ist meistens leicht und sehr handlich, muss aber liebevoller behandelt werden.

- Je kleiner und schwächer eine Person, desto kleiner muss die Blattfläche gewählt werden, 
  da sonst Überlastungsprobleme an Gelenken auftreten können.

- Es gibt auch so genannte "Ergonompaddel". Möglicherweise für Leute mit
  Handgelenk-Problemen gut geeignet. (Bitte nachfragen und das Internet bemühen).

- Ein Carbon (=Kohle) Paddel kann man flicken, ein Paddel aus gepresstem Glas 
  habe ich noch nie geflickt, keine Ahnung ob das funktioniert.

- Ein Paddel muss sich gut in der Hand anfühlen und man muss selbst damit zurecht 
  kommen, das ist wichtig.

1. Symetrisch oder asymetrisch ?
Asymetrische Paddel haben einen weicheren Zug im Wasser: Am Beginn des Schlages, beim Eintauchen des Paddelblattes ist mehr Fläche im Wasser, als bei einem symetrischen Paddel. Auch liegt das Blatt beim Eintauchen ruhiger im Wasser, da der Effekt des Blattverdrehens geringer ist. Der Nachteil asymetrischer Paddel ist, dass sie nicht umkehrbar sind. Das rechte Paddelblatt ist immer das rechte, man kann nicht einfach das Paddel nehmen und losfahren. (Erst denken, dann paddeln.) symetrisches Blatt asymetrisches Blatt

2. Welches Material ? 
Paddel kann man in drei Hauptgruppen unterteilen: Spritzgusspaddel, Composite Paddel und Holzpaddel. Generell sind im Injektionsverfahren hergestellte Paddel preiswert, aber etwas schwerer. Sie sind ideal für den Einstieg oder als Ersatzpaddel. Composite Paddel sind meist aus einer Kombination aus Carbon, Kevlar, Fiberglas und Epoxi. Die Preise dieser Paddel reichen von knapp 200 € für ein gut verarbeitetes Glaspaddel bis zu 450 € für Carbon Paddel mit einem Gewicht unter 900 g. Generell sind Carbon Paddel leichter und steifer als die aus Glas, aber man muß für den Gewichtsvorteil etwas mehr zahlen. Prepreg sind mit Harz vorimprägnierte Glas-, Kevlar- oder Carbonmatten. Diese werden in einer beheizten Form zu extrem leichten, dünnen aber stabilen Paddelblättern gebacken. Die Blätter sind massiv und besitzen auch im Kantenbereich eine gute Festigkeit. Die dünne Bauweise ergibt ein feinfühliges, präzises Eintauchen und kontrolliertes Fahrverhalten. Holzpaddel sehen gut aus und fahren sich angenehm. Sie haben ein natürliches Feeling und fühlen sich zur kalten Jahreszeit wärmer an, benötigen aber mehr Pflege.

3. Welche Paddellänge ? 
Es gibt einige Regeln zu Wahl der Paddellänge. Einige Faktoren die Ihre Wahl beeinflussen sind Körpergröße und Kraft, das Boot, das Sie paddeln und wie Sie paddeln möchten. Große Leute wählen längere Paddel. Eine kräftige Person wird ein längeres Paddel/größeres Blatt wählen um einen längeren, kräftigen Schlag führen zu können. Natürlich sind Wanderpaddel länger als WW-Paddel, weil diese mit geringerer Schlagfrequenz gefahren werden. Ein Boot mit wenig Volumen bedingt ein kürzeres Paddel, weil man näher am Wasser sitzt. Längenempfehlung für Doppelpaddel:

Rodeo 185- 200 cm
Wildwasser und Kleinflüsse 195-204 cm
Wanderfahrten 210-215 cm
Rallyes und Langfahrten auf offenen Gewässern bis 225 cm
Wanderzweier ca. 230 cm
breite 2er und Faltboote bis 240 cm


Ergonompaddel
Diese Schaftform bietet viele Vorteile: • Minimale Handgelenkbewegung. • Beide Hände umfassen leicht den abgewinkelten Schaft-somit kein Verkrampfen von Muskeln und Sehnen. • Max. Kraftübertragung sowie volle Anpassung und Ausnutzung der Biomechanik der Hand-, Arm- und Schultergelenke. • Paddel kann ca. 2-4 cm kürzer gefahren werden, da der Einsatzpunkt des Paddelblattes vor der Zughand liegt. Dadurch mehr Vortrieb bei weniger Kraftanstrengung. • Durch den vorgelegten Druckpunkt stabilisieren sich die Paddelblätter automatisch. • Unverkennbar für das Ergonom Paddel ist das asymmetrische Blatt. Dieses ermöglicht sauberes Eintauchen für direkten Vortrieb.

Kinderpaddel
1) Kinderpaddel haben einen dünneren Schaft (28/29mm) und kleinere Blätter, generell gilt: wer Handschuhgröße S oder M benutzt wählt Smallshaft, zu Größe L und XL passt der Standard Schaft. Galsport bietet seine Carbonschäfte sogar bereits mit 27 mm an.

2) Verschränkung wird empfohlen unter 70 Grad, optimal 45 – 60 Grad.

3) Bestimmung der Paddellänge: Körpergröße + 30 bis 40 cm oder laut Kanusport 1/2003: Paddel rechtwinkelig über Kopf, a = Abstand zwischen den Zeigefingern + 2 x 1/3 a + 2 x Blattlänge (ca. 40 cm) ergibt bei Kind 142 cm groß eine Paddellänge von 180 cm.