Slalom
Sommerlehrgang

Sault Brenaz


 

 

 

Sommerlehrgang Kanuslalom
Sportler aus
Baden und Württemberg trainierten gemeinsam

 

Zu Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg ist es schon fast zur Tradition geworden, einen Kanuslalomlehrgang für alle Könnensstufen für anzubieten. So auch in diesem Jahr, als sich am 30.07. in Sault Brenaz am „espace eau vive“ 23 Sportler, 3 Trainer und 7 Betreuer aus 5 Vereinen Baden-Württembergs trafen. Vier Tage lang sollte der Lehrgang unter der Leitung von Landestrainer Frank Schweikert (KCE Waldkirch) auf dem Wildwasserkanal an der Rhone dauern. Ihm zur Seite standen Verbandstrainerin Tine Richter (WSC Ketsch) und Übungsgruppenleiterin Lena Schweikert (KCE Waldkirch), um die Kanuten aus Bietigheim, Ulm, Rastatt, Ketsch und Waldkirch zu betreuen. Allerdings mussten Anfragen weiterer interessierter Sportler abgewiesen werden, da das Verbands-Budget die Verpflichtung zusätzlicher Trainer nicht zuließ.

Nach der Anreise begrüßte Frank Schweikert alle Teilnehmer und es wurden drei unterschiedlich starke Trainingsgruppen gebildet. Die jüngsten Slalom-Kanuten Milan, Paul (beide Waldkirch) und Luis (Ketsch) wurden von Lena Schweikert betreut. Für sie stand das sichere Befahren von Kehrwässern und Torkombinationen im leichten Wildwasser im Vordergrund. Als Trainingsziel für


die Fortgeschrittenengruppe setzte Tine Richter vor allem auf Technik und das Herantasten an schwierigere Torstrecken. Frank Schweikert trainierte die stärkste Gruppe, mit dabei: Malte Neumann, Teilnehmer der diesjährigen Junioren-EM. Hier dominierten klar das Fahren im schweren Wildwasser und die konstante Leistung bei Wettkampfausdauerfahrten. Zusätzlich hatte sich der junge Freestyle-Fahrer Janik Hinsberger (WSC Ketsch) bereit erklärt, den Wildwasseranfängern bei ihren ersten Befahrungen durch Wellen und Stromschnellen zu helfen.

 

Die Wildwasserstrecke in Sault Brenaz ist sehr gut für alle Kanuten geeignet. Neben leichten Abschnitten mit großen definierten Kehrwässern gibt es auch dicke Walzen und einige Abfälle, in denen das Traversieren und richtige Kanten des Bootes beherrscht werden muss. An zwei unterschiedlich gestalteten Trainingseinheiten pro Tag lernten die Sportler nicht nur vom Trainer gestellte Aufgaben umzusetzen, sondern spornten sich auch untereinander an. Insgesamt war eine große Gemeinschaft entstanden, die auf eine gute Zusammenarbeit der beiden Landesverbände weiterhin baut.

Direkt im Anschluss an das allgemeine Trainingslager in Sault Brenaz ging es für die D-Kadersportler Fabian Schweikert und Johannes Dinkelaker, das Junioren-Nationalmannschaftsmitglied Malte Neumann und Landestrainer Frank Schweikert zum Wuchtwasser-Trainingslager nach Bourg St. Maurice. Und die Strecke hielt wieder was sie verspricht. Die perfekte Wasserführung zwischen 20 bis 30 cbm/s sorgte für optimale Trainingseinheiten. Die Strecke ist in zwei Abschnitte unterteilt – einen sehr schweren unteren und einen noch schwereren oberen Teil. Im unteren Abschnitt wurden Zeitfahrten absolviert, im oberen Teil ging es darum, längere Streckenabschnitte bis hin zur kompletten Strecke flüssig zu befahren. Dabei zeigte sich, dass unsere beiden Kadersportler nicht nur mit dem Nationalmannschaftsfahrer mithalten konnten, sondern sogar zumeist unter dessen Fahrzeiten blieben. Sehr gute Perspektiven für die in Kürze stattfindende Jugend- und Junioren-DM auf der Oker im Harz …

 

Eine weitere Trainingsgruppe fuhr im Anschluss an die Zeit in Sault Brenaz an die Wildwasserstrecke nach St. Pierre de Boeuf. Unter der Leitung von Verbandstrainerin Tine Richter wurde die umgestaltete Strecke erkundet. Neben einem Förderband, das die Kanuten nach etwa 2/3 des Wildwasserkanals wieder an den Start schleppt, wurde auch die Eingangsstufe umgebaut. Diese präsentiert sich nun als echter Freestyle-Spot in einer Arena mit Sitzplätzen. Durch die geschickte Aufteilung der Strecke scheint es nun möglich, Freestyle-Events und Slalom-Wettkämpfe parallel stattfinden zu lassen. Die Slalomsportler zeigten schnell, dass sie mit den technischen Anforderungen der Strecke zu Recht kamen und so konnten erfolgreich Zeitfahrten durchgeführt werden.

Tine Richter