Conny's Paddel
- Solo 2000
5.
und 6. Tag
| zurück
|
|
Bild 13 1
Abschied von Kerstin und Jens vor Unkel
Bild 14 1
Die hohe Löwenburg bei Honnef
Bild 15 1
Der Lange Eugen neben dem alten
Bundestag in Bonn
Bild 16 1
Industrieanlagen vor Köln
6. Tag
Am Vorabend war auf meinem Campingplatz noch ein Schweizer Pärchen eingetroffen, das mit einem offenen Schlauchboot in Bingen eingesetzt hatte und bis zum Ijsselmeer wollte. Das Boot war sehr stabil und nahm offensichtlich auch kein Wasser über, war jedoch sehr wind-empfindlich. Als ich morgens gegen 10.00 Uhr mein Boot zu Wasser lasse, sind die beiden schon eine Stunde unterwegs.
Bild 17 1
Köln am Rhein
Schon um 12.00 Uhr habe ich die
beiden eingeholt. Wir setzen uns gemeinsam ans Ufer, packen den Kocher aus und plaudern bei Kaffee
und Keksen etwa eine Stunde lang. Da die beiden jetzt schon über den ihrer Meinung starken Wind
klagen, informiere ich sie über die vor ihnen liegende Strecke. Ich glaube nicht, dass sie über
den Niederrhein hinausgekommen sind, auf keinen Fall aber ist mit diesem Boot in anderthalb Wochen
die Strecke bis zum Ijsselmeer zu schaffen. Ich empfehle ihnen, lieber mit ihrem Boot in den Zug zu
steigen und in Holland an der Ijssel wieder einzusetzen. Der in den nächsten Tagen vor ihnen
liegende Rheinabschnitt ist wegen des starken Schiffsverkehrs im Ruhrgebiet nicht ungefährlich und
auch landschaftlich nicht sehr reizvoll; außerdem herrscht am flachen Niederrhein fast immer ein
ordentlicher Wind.
Ich setze meinen Weg alleine fort. Es ist
sonnig, aber der Gegenwind bläst recht kühl. Kurz vor Düsseldorf lege ich im Örtchen
Heiligengeist an. Nach einer Brotzeit am Ufer laufe ich in den Ort, um ein paar Vorräte
einzukaufen. Ein Bäcker finde ich, einen Metzger gibt es allerdings nicht. Nach dem Hinweis eines
Einheimischen kann ich allerdings köstlichen Schinken direkt vom Bauernhof kaufen.
Wenig später fahre ich den Zeltplatz der
Freien Wasserfahrer Düsseldorf an, um dort zu übernachten. Obwohl der Verein im Flussführer
als DKV-Station verzeichnet ist, ist man offensichtlich nicht auf Übernachtungs-Gäste
vorbereitet. Nach einer ersten Schrecksekunde kann ich aber mein Zelt aufbauen und die Dusche im
Bootshaus benutzen. Einige Vereinsmitglieder wollen an diesem Abend auf dem Zeltplatz ein Fest
feiern.
Ich habe einen Bärenhunger und
laufe etwa einen Kilometer stromaufwärts zu einem Restaurantschiff. Die Empfehlung des
Bootshauswartes war sehr gut: ich genieße mit Blick auf meinen geliebten Rhein eine ausgezeichnete
und preiswerte Mahlzeit und lasse mir die Abendsonne auf den Bauch scheinen.
Anschließend fahre ich mit der Straßenbahn
einige Stationen bis zum nächsten öffentlichen Fernsprecher, um ein Lebenszeichen nach Hause zu
senden. Nach Rückkehr auf den Zeltplatz trinke ich noch einige Gläser Rotwein mit den Düsseldorfer
Kanuten, bevor ich mich in mein Zelt verkrieche und zufrieden den Tag ausklingen lasse.
| zurück
|
|