Conny's Paddel
- Solo 2000
1. Tag
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Im
Kajak von Ketsch nach Amsterdam
16.07. bis 31.07.2000
Cornelis van Weelden
Zu meinem Angler-Hocker habe ich mir noch ein kleines Tischchen gebaut, das im Boot verstaut werden kann. Und zur weiteren Steigerung des Komforts habe ich mir einen Thermo-Behälter gekauft, der neben echter Butter auch Wurst, Marmelade und Käse kühl hält. Eine gute Investition, wie sich später herausstellt. Auch nach einer Woche ist die Butter immer noch streichzart. Dieses entscheidende Quentchen Zusatz-Komfort gibt dem spartanischen Camper-Dasein doch einen Hauch von Luxus. Solchermaßen gut vorbereitet warte ich sehnsüchtig auf den Start-Tag.
Meine Frau bringt mich zum Bootshaus. Das Gepäck habe ich bereits am Vortag verladen, deshalb kann es bald losgehen. Es ist bewölkt, aber ich komme zumindest trocken ins Boot. Nach kurzem Abschied steche ich um 9.45 Uhr zwar nicht in See, aber immerhin in den Altrhein.
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Nach wenigen Paddelschlägen und einem letzten Gruß bin ich allein. Ich genieße die Ruhe auf dem Wasser. Es stellt sich dieses schöne Gefühl ein, das mich immer am Anfang einer längeren Tour gefangen nimmt: Der Alltag fällt von mir ab, ich habe Zeit - über 2 Wochen ohne irgendwelche Zwänge liegen vor mir; eine große Ruhe und Gelassenheit ergreift von |
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Der Altrhein zwischen
Ketsch und Kollerinsel |
mir Besitz, für eine Weile wird alles |
Ja, dies ist genau das, was ich unter Urlaub verstehe. Ich schüttele mich kurz bei dem Gedanken, jetzt gerade in den Flieger zu steigen, um in irgendeinem Hotel mit lauter Menschen vergeblich nach Erholung zu suchen.
Manchmal lugt die Sonne durch die Wolkendecke, der Wind frischt immer wieder einmal auf. Ich passiere Altrip und das Mannheimer Strandbad. Auch die hier sonst in Massen auftretenden Spaziergänger und Radfahrer scheinen sich durch das unsichere Wetter abschrecken zu lassen - ich habe nichts dagegen.
Bild 3 1
Die Schachtel vor
der BASF in Ludwigshafen
Ich hatte mich auf ein bisschen action in der Schachtel gefreut. Auf dieser etwa 5 Kilometer langen Strecke erstreckt sich links das ausgedehnte Werksgelände der BASF in Ludwigshafen, rechts die Lagerhäuser des Mannheimer Hafens. Durch die hohen Kaimauern an beiden Seiten werden die Wellen vorüberfahrender Schiffe immer wieder in den Strom zurückgeworfen, sodass hier durchaus lustige Situationen entstehen können. Leider begegnet mir hier außer ein bisschen Wind nur ein Boot der Wasserschutzpolizei, sodass es nicht sehr spannend wird.
Ich esse in der Gaststätte an der Fähre gut zu Abend und krieche gegen 22.00 Uhr zufrieden in meinen Schlafsack.
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